Der offizielle Gründungstermin des TTC Heusenstamm ist zwar der 23. Juli 1955, doch begann das sportliche Geschehen mit dem kleinen Zelluloidball schon zehn Jahre früher. Schuld war der damals 12-jährige  Alfons Rebell aus der Feldstraße, der sich nach dem Einmarsch der Amerikaner für das Tischtennisspiel interessierte. Im Mai oder Juni 1945

Am 23. Juli 1955 trafen sich 14 junge Männer im "Goldenen Löwen" um den Tisch-Tennis-Club Heusenstamm zu gründen. Weitere 5 Gleichgesinnte schlossen sich in den Folgetagen an, womit die Gründerschar manifestiert war. Sie lautete:

Im Jahre 1966 wurden 4 Tennisplätze angelegt, denen dann im Jahre 1971 der Bau eines Clubhauses folgen sollte. Ende des gleichen Jahres wurde der Tischtennis-Spielbetrieb in die Turnhalle der Adolf-Reichwein-Schule verlegt. Die 1. Mannschaft beendete die Saison 66/67 als Meister der Landesliga und stieg in die 2.Liga Süd und damit in die dritthöchste Spielklasse der Bundesrepublik auf. Hubert Nock, Karl-Heinz Findeisen, Uli Mohr, Heinz Olbrich, Gerhard Köhler, Hans-Jürgen Köhler bildeten das siegreiche Team. Dazu gehörten noch Günther Scherer und Wendelin Weber. Bereits 5 Herren- und 3 Jugendmannschaften repräsentierten den TTC, und für die Spielrunde 1968/69 konnte gar eine 6. Herrenmannschaft gemeldet werden.

War die 1. Mannschaft in den Spielrunden 1973/74 und 1974/75 jeweils im Entscheidungsspiel gegen Herbornseelbach „nur“ Vizemeister geworden, so errang sie im Spieljahr 1975/76 den Meistertitel, konnte sich aber in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga nicht durchsetzen. Auch im Spieljahr 1976/77 reichte es wiederum „nur“ zur Vizemeisterschaft. Es war schon kurios: Die Saison 1977/78 sah die „Erste“ wieder als Meister, doch wurde der Aufstieg in die Bundesliga erneut verpasst. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 153 angewachsen, davon waren 81 Jugendliche bzw. Schüler. Hier ist Jürgen Rebel zu erwähnen, der 1976 im Alter von 13 Jahren zum TTC kam und sich im gleichen Jahr mit dem Titel des Deutschen Schülermeisters im Doppel gut einführte und den sportlichen Erfolgsweg nach oben antrat.

Die Verantwortlichen muss, bei aller Freude über den tollen Erfolg, ein gewisses Unbehagen beschlichen haben, wussten sie doch, welchen Aufwand die neuerliche „Aufrüstung“ zur 1. Bundeliga erforderte, um wenigstens zu bestehen. Und sie lagen richtig. Trotz einer soliden Besetzung mit Bela Mesaros, Bernhard Ilchev, Volker Stippich, Wolfgang Gross, Ulrich Gross und Stefan Bublat erreichte das Team nur den letzten Platz. Für den TTC war es der vorerst endgültige Abschied von der 1. Bundesliga. Keiner der Spieler blieb dem TTC treu. Auch Bundesliga-Absteiger waren begehrt und hatten ihren Preis. Nimmt es Wunder, dass die Führung des TTC Portas, mit dem Blick für die Realität, die 2. Bundesliga überspringen und die drittklassige Oberliga als Auffangstation wählen wollte? Da fanden sich sechs Unentwegte: Oliver Moser, Elmar Wieland, Haward Speer, Wolfgang Bindemann, Matthias Fleischer und Ralf Munser. Sie wollten die Saison 86/87 in der 2.Bundesliga spielen, auch mit dem unabänderlichen Abstieg vor Augen, als Lehrjahr sozusagen. Und es wurde durchgezogen. Nach Punkten verloren, an Erfahrung gewonnen, so ließ sich der vorletzte Platz und der Abstieg in die Oberliga interpretieren.

Nicht nur wegen der vorbildlichen und gekonnten Abwicklung der vorausgegangenen Kreis- und Bezirksmeisterschaften, sondern gewissermaßen als krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres, wurde dem TTC vom HTTV die Ausrichtung der Hessischen Meisterschaften vom 19.-21. Januar 1996 übertragen. Die Veranstaltung lockte die Tischtennis-Elite des Landes, die drei Tage um die Titel kämpfte. Presse und Fernsehen berichteten. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg! Dies wurde mit einer Erinnerungsurkunde des HTTV bestätigt, mit der dem TTC-Portas Heusenstamm die Anerkennung für hervorragende Vorbereitung und Durchführung der Meisterschaften ausgesprochen und die Verdienste aller Helfer besonders gewürdigt wurden.